Jagdbericht Schleppjagd Ellwangen-Rindelbach, 10. November 2018

Schleppjagd Ellwangen-Rindelbach, 10. November 2018

Als ich am Samstagmorgen aufstand, war noch nicht sicher, ob ich bei der Schleppjagd mitreiten würde, denn die Woche zuvor war ich krank und noch immer nicht ganz fit. Im Nachhinein kann ich sagen, es war definitiv die richtige Entscheidung nach Ellwangen zu fahren!

Am Vormittag war Treffpunkt und Stelldichein beim Reitverein Rindelbach. Nach der Begrüßung durch Edwin Schuster, dem Vorstand des Reitvereins und dem Ortsvorsteher Arnulf Hauber ging es direkt los und die erste Hürde ließ auch nicht lange auf sich warten. Über das Gelände des Reitvereins führte der Weg den Hang hinunter ans Ufer der Jagst.. Diese musste durchquert und auf der anderen Seite ein Steilhang hinaufgeklettert werden. Das war für manche Reiter und Pferde eine Herausforderung und teils sehr aufregend und spektakulär mit anzuschauen. Kurz darauf folgte auch schon die erste von sechs Schleppen.

Leider stürzte eine Reiterin gleich beim zweiten Sprung. Das Pferd wurde am Ende der Schleppe eingefangen und der Reiterin wieder aufgeholfen. Glücklicherweise kam sie mit dem Schrecken davon und konnte darüber schmunzeln. Sie meinte, das Pferd war wohl etwas übermotiviert und hatte über dem Sprung noch ausgeschlagen.

Nach einer weiteren Schleppe über einen langen Wiesenweg mit 2 Hindernissen ritten wir im Schritt auf eine Anhöhe.  Die 2 Jagdfelder sammelten sich. Erneut hieß es „Gute Jagd“ und los ging es, über Wiesen, Berg auf, Berg ab und dann in den Wald, alles im Galopp – so ein Spaß, wenn man dabei im Sattel eines so motivierten und doch so braven Pferdes sitzen darf!

Es folgte eine etwas längere Schrittpause durch den Wald, die die Reiter und Pferde auch brauchten, um zu verschnaufen. Denn auch die nächste Schleppe mit Wällen und Gräben hatte es in sich. Wie gut, dass wir direkt danach an der Raststelle ankamen. Mit vielen selbstgemachten Kuchen und Leckereien, bei Apfelschorle oder anderen Getränken konnten sich alle stärken und die zwischenzeitlich wärmenden Sonnenstrahlen genießen.

Nach der Pause galoppierten wir einen schmalen Waldweg entlang.  Mitten drin lag ein Baumstamm. Ob das Absicht war, dass der Stamm unseren Weg kreuzte war egal – als geübter Jagdreiter freute man sich darüber 😉

Wie ich im Nachhinein erfuhr, schlugen die Hunde wohl nicht den geplanten Weg ein. Was aber keineswegs ein Nachteil war, denn als wir aus dem Wald herauskamen erwartete uns ein herrliches Bild. Die vielen Reiter mitten auf einem blühenden Rapsfeld, angestrahlt von der Sonne, die die bunten Laubbäume leuchten lies und im Hintergrund die Schönenbergkirche. Ein wirklich traumhaftes Bild!

Den Berg hinunter, über den Damm des Stausees führte uns die Jagdstrecke nun zur letzten Schleppe. Gekrönt wurde diese von dem wohl schönsten Hindernis auf einer Jagd, das ich je gesehen habe. Ein Tisch, komplett bestückt mit Äpfeln.

Im Anschluss gab es das Curée für die Hunde und den Bruch für die Reiter.  Danach ging es zurück zum Reitverein. Die Pferde wurden versorgt und in geselliger Runde ließen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Vielen Dank für diese wunderbare Jagd, der perfekte Abschluss der Saison.

Maike Raimund

DANKE Maike für den treffenden Jagdbericht, den Fotografen Kristina Maier und Monika Burkhardt für die wunderschönen Bilder und dem RV Rindelbach für die perfekte Organisation unserer unvergesslichen Abschlussjagd in Ellwangen-Rindelbach!

Bilder Kristina Maier
Bilder Monika Burkhardt
Bericht in der Schwäbischen Zeitung: https://www.schwaebische.de/landkreis/ostalbkreis/ellwangen_artikel,-horrido-so-macht-eine-schleppjagd-spaß-_arid,10961748.html