1.11. Schleppjagd Friedrichsruhe 2015

Massen in Friedrichs(un)ruhe

Reiter sollten Gage nehmen. Schleppjagd als Event „kommt an“. In Friedrichsruhe waren Reiter und Hunde in starker Unterzahl gegenüber den Zuschauern. Es wird von etwa 3000 gesprochen. Verdenken kann man’s ihnen nicht. Alle gemeinsam erlebten einen goldenen Herbsttag zu Ehren aller Heiligen.

Zur 32. Hubertusschleppjagd in Friedrichsruhe der Reiterlichen Jagdhornbläser Künzelsau-Hofratsmühle zeigte sich Wetter und Landschaft rund um das Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe in goldener Herbststimmung. 61 Reiter aus ganz Süddeutschland trafen sich zum Stelldichein vor dem historischen Jagdschloss, wo sie von Jagdherr Hubert Sanwald und Bürgermeister Groß begrüßt wurden.

Die 9 ½ Koppeln Grand Anglo Tricolore der Hardt Meute wurden herbeigeholt und zu den Klängen der Jagdhornbläser Hofratsmühle und Bad Mergentheim ging es los zur ersten Schleppe, die dieses Mal direkt hinter dem Ort durch die Obstplantagen startete. Zwei weitere Schleppen folgten bevor es endlich in das legendäre Salltal 150 Höhenmeter hinab ging.

Die junge Organisationstruppe hatte sich viel Mühe gegeben, schöne jagdgerechte Hindernisse aufzubauen, die Strecke gut zu präparieren, überall rechtzeitig abzusperren und nebenher noch den einen oder anderen Bügeltrunk auszugeben. Es ist ihr gut gelungen – Chapeau!!


Die Sall führte dieses Jahr wenig Wasser, aber das Herbstlaubleuchten entschädigte die Reiter, die unzähligen Zuschauer und besonders die Fotografen allemal. Die Hunde hatten guten Scent und rasten mit hellem Spurlaut den Schleppenlegern hinterher, manchmal die eine oder andere Abkürzung nehmend.
Das Feld folgte der Equipage in schnellem Galopp, nur an den häufigen Wasserquerungen wurden die Feldführer etwas zaghaft. Da folgte schon der Stopp an der Sallhütte. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, die vielen Reiter und hunderte Zuschauer zu versorgen.


Hunde und Pferde konnten verschnaufen. Nach den Signalen wurde aufgesessen und auf ging es zum letzten Drittel der Jagd mit zwei wunderschönen Schleppen entlang und durch die Sall. Dann weiter den Berg hinauf zur kurzen Halalischleppe bis zum großen Feuer. Reiter und die warme Herbstsonne strahlten um die Wette.

Unfallfrei wurde die Jagd beendet. Die Hunde freuten sich über reichlich Pansen, die Reiter über Bruch und Jagdknopf. Im Anschluss traf man sich zum Ausklang in der urigen Waldschenke des Schlosshotels. Hubertus hätte auch Spaß gehabt.


Text: ck/ps Schleppjagd24
Bilder: Martin Diehl jagdfotos.de und Sascha Feuster tausendsascha.de/?p=4787